Ausstellung Halas Spitze
In den Räumen der Sparkasse, Ludwigstraße, werden die genähten Kunstwerke aus Ungarn ausgestellt. Die Spitze wird mit dem feinsten Leinenfaden der Welt genäht,nicht gehäkelt,gestrickt oder geklöppelt. Der Faden ist dem Gewicht nach teurer als Gold
Die Klöppel und die genähte Spitze als selbständiger Zweig der Textilkunst entstanden in der Renaissanceperiode in Westeuropa, und erblühten in ihrer vollen Pracht in der Barockperiode.
In Ungarn bürgerte sich die Klöppelspitze schon in dem 16. Jahrhundert ein, und wurde in Nordungarn in mehreren Orten zur Volkstradition. Die genähte Spitze hatte in Ungarn keine völkische Tradition. Die durchbrochene Strickerei aber, die im Allgemeinen der Vorläufer der genähten Spitze ist, lebte in vielen Variationen auch im Kreise des Volkes.
Die Spitze von Halas wurde zu einer würdigen Rivalin der Spitzen von Brüssel und Venedig. Sie vereint geschickt den ungarischen völkischen Ornamentschatz mit den neuen Bestrebungen des Kunstgewerbes. Der Motiv – und Kompositionsreichtum der Renaissance, des Barocks, der ungarischen Herrenstickerei und der Sezession verschmolzen in ihr. Die mehr als 60 Sticharten werden überall bewundert.
Die Halaser Spitzenkunst wurde in den vergangenen Jahren mehrmals außerhalb der Landesgrenze vorgestellt und bei mehreren Weltausstellungen mit Preisen ausgezeichnet. Zudem erhielten zahlreiche Prominente aus aller Welt diese - in ausschließlich Handarbeit genähte - Kostbarkeit als Geschenk des ungarischen Staates.
Die Herstellung der wertvollen, aus feinstem Leinengarn angefertigten Nadelspitze gehört zu den wichtigsten Bestandteilen der ungarischen Kunst.
Die lebendige Tradition des Halaser Spitzennähens ist seit 2010 Teil des ungarischen geistigen Kulturerbes.
Mitorganisation durch Frau Ildiko Kühn, Kontakt Verlag Regensburg.