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Figurentheater - Raub und Morditaten an der Säumerbrücke
Datum:  19.10.2012
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Ort:  Heilig-Geist-Kirche
Veranstalter:  Königl. Hoftheater Lumumba/Rauchzeichen e.V.

Inhalt

Raub und Morditaten an der Säumerbrücke

Puppenstück des Königlichen Hoftheaters Lumumba mit regionalgeschichtlichem Inhalt

Zum Inhalt:

Auch Kulturlandschaften besitzen manchmal Geburtsurkunden. Diejenige für die Gegend zwischen Passau und Vimperk drüben im Böhmischen datiert auf den 19. April 1010. Mit der so genannten „Nordwaldschenkung“ überlies damals der bayerische Herzog und spätere Kaiser Heinrich II. dem Kloster Niedernburg die Zölle des Handelsweges über den Böhmerwald. Wegen des über diese Route abgewickelten Salzhandels, erhielt diese in der frühen Neuzeit die Bezeichnung „Goldener Steig“. Da waren ihre goldenen Zeiten schon verblasst – kein Ausnahmefall in der Weltgeschichte – doch hat sich die Bezeichnung als Flur- und Straßenname im Passauer Land und im Bayerischen Wald erhalten.

Der Dreiflüssestadt bescherte der „Goldene Steig“ Reichtum, doch so manchen Säumer oder Handwerksgesellen kostete er Besitz oder gar das Leben. Davon ist in „Raub und Morditaten an der Säumerbrücke“ die Rede, einem historischen Kriminalstück für Handpuppen und Gstanzlsängerin des Passauer Königlichen Hoftheaters Lumumba. Die Puppenspielerinnen Gesa Peters und Susanne Kubiak erarbeiteten es gemeinsam mit dem Künstler Georg Thuringer auf Grundlage eines urkundlich belegten, jedoch nie gänzlich aufgeklärten Raubüberfalls auf zwei Handwerksburschen aus dem Jahr 1745. Obrigkeit, Duckmäusertum und Aberglaube bekommen darin ihr Fett weg und Richter Isidor Leopold Edler von Barschenfels samt kratzbuckelndem, im Wirtshaus „Zum goldenen Biertopf“ herum spionierenden Gehilfen Wondratschek („Schau her, a Musi hams!“ „S’is owa oag'meld.“) eine gehörige Abreibung. Am Ende bekommt der Wiggerl sein Nanderl doch noch vor den Traualtar…  …und die Zuschauer allerlei gstanzelte Feinsinnigkeiten zu hören.

Eine echt „dialekt-ische“ Erfahrung, denn dank Bairisch und des mit Latinismen angereichertem Austrodeutschs entwickelt „Raub und Morditaten an der Säumerbrücke“ seinen Charme sozusagen „zweieinhalbsprachig“. Gruselig, vergnüglich und mit vielerlei Anspielungen gespickt, eröffnete dieses Figurenspiel 2010 mehrere Veranstaltungen zum Thema „1000 Jahre Goldener Steig“.

Für Kubiak und Peters war es das erste, primär für ein erwachsenes Publikum erarbeitete Puppenstück, dessen Figurenensemble sie jedoch wie immer selbst erdachten, entwarfen und herstellten. Und wie alle Stücke des Königlichen Hoftheaters Lumumba kann auch „Raub und Morditaten an der Säumerbrücke“ für Veranstaltungen gebucht werden.  

( Text: Tobias Schmidt )

( Bildmaterial: Georg Thuringer )


Karten und Preise

Karten: 12€ Abendkasse / keine Ermäßigung

Kartenvorverkauf:     

Info-Poit, Theresienstr.8, Passau Tel. 0175/25 25 096

Königlicher Hoftheater-Laden, Steinweg 10,

Tel. 0851/93461 

 

Text und Regie des Figurentheaters:   Susanne Kubiak, Gesa Peters und Uli Bähnisch

Zulieferung von Akten und Fakten:      Georg Thuringer, Uli Bähnisch und Manfred Pranghofer

Puppen und Kostüme:                         Gesa Peters, Susanne Kubiak, Anette Bauer und Holly Dvorak.

Bühnenbild:                                          Georg Thuringer und Eva Priller

Bühnentechnik, Lichtillusion

und Realisation:                                   Georg Thuringer, Karl-Ferdinand Angermann, Ulrich Bähnisch und Kurt Thiel

Musik:                                                  Christian Lichtenauer, Claire Jacobs, Mariele Steinhuber - Hirschel

 



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