Figurentheater - Raub und Morditaten an der Säumerbrücke
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| Datum: |
12.10.2012 |
| Uhrzeit: |
19.00 Uhr |
| Ort: |
Heilig-Geist-Kirche |
| Veranstalter: |
Königl. Hoftheater Lumumba/Rauchzeichen e.V. |
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Inhalt
Raub und Morditaten an der Säumerbrücke
Puppenstück des Königlichen Hoftheaters Lumumba mit regionalgeschichtlichem Inhalt
Zum Inhalt:
Auch Kulturlandschaften besitzen manchmal Geburtsurkunden. Diejenige für die Gegend zwischen Passau und Vimperk drüben im Böhmischen datiert auf den 19. April 1010. Mit der so genannten „Nordwaldschenkung“ überlies damals der bayerische Herzog und spätere Kaiser Heinrich II. dem Kloster Niedernburg die Zölle des Handelsweges über den Böhmerwald. Wegen des über diese Route abgewickelten Salzhandels, erhielt diese in der frühen Neuzeit die Bezeichnung „Goldener Steig“.
Da waren ihre goldenen Zeiten schon verblasst – kein Ausnahmefall in der Weltgeschichte – doch hat sich die Bezeichnung als Flur- und Straßenname im Passauer Land und im Bayerischen Wald erhalten. Der Dreiflüssestadt bescherte der „Goldene Steig“ Reichtum, doch so manchen Säumer oder Handwerksgesellen kostete er Besitz oder gar das Leben. Davon ist in „Raub und Morditaten an der Säumerbrücke“ die Rede, einem historischen Kriminalstück für Handpuppen und Gstanzlsängerin des Passauer Königlichen Hoftheaters Lumumba. Die Puppenspielerinnen Gesa Peters und Susanne Kubiak erarbeiteten es gemeinsam mit dem Künstler Georg Thuringer auf Grundlage eines urkundlich belegten, jedoch nie gänzlich aufgeklärten Raubüberfalls auf zwei Handwerksburschen aus dem Jahr 1745.
Obrigkeit, Duckmäusertum und Aberglaube bekommen darin ihr Fett weg und Richter Isidor Leopold Edler von Barschenfels samt kratzbuckelndem, im Wirtshaus „Zum goldenen Biertopf“ herum spionierenden Gehilfen Wondratschek („Schau her, a Musi hams!“ „S’is owa oag'meld.“) eine gehörige Abreibung. Am Ende bekommt der Wiggerl sein Nanderl doch noch vor den Traualtar… …und die Zuschauer allerlei gstanzelte Feinsinnigkeiten zu hören. Eine echt „dialekt-ische“ Erfahrung, denn dank Bairisch und des mit Latinismen angereichertem Austrodeutschs entwickelt „Raub und Morditaten an der Säumerbrücke“ seinen Charme sozusagen „zweieinhalbsprachig“. Gruselig, vergnüglich und mit vielerlei Anspielungen gespickt, eröffnete dieses Figurenspiel 2010 mehrere Veranstaltungen zum Thema „1000 Jahre Goldener Steig“.
Für Kubiak und Peters war es das erste, primär für ein erwachsenes Publikum erarbeitete Puppenstück, dessen Figurenensemble sie jedoch wie immer selbst erdachten, entwarfen und herstellten. Und wie alle Stücke des Königlichen Hoftheaters Lumumba kann auch „Raub und Morditaten an der Säumerbrücke“ für Veranstaltungen gebucht werden.
( Text: Tobias Schmidt )
( Bildmaterial: Georg Thuringer )
Karten und Preise
Text und Regie: Susanne Kubiak, Gesa Peters und Uli Bähnisch
Zulieferung von Akten und Fakten: Georg Thuringer, Uli Bähnisch und Manfred Pranghofer
Puppen und Kostüme: Gesa Peters, Susanne Kubiak, Anette Bauer und Holly Dvorak.
Bühnenbild: Georg Thuringer und Eva Priller
Bühnentechnik, Lichtillusion
und Realisation: Georg Thuringer, Karl-Ferdinand Angermann, Ulrich Bähnisch und Kurt Thiel
Musik: Christian Lichtenauer, Claire Jacobs, Mariele Steinhuber-Hirschel
Karten und Preise: 12,-- Euro Abendkasse / keine Ermäßigung!
Kartenvorverkauf: Info-Poit, Theresienstr.8, Passau Tel. 0175/25 25 096
Königlicher Hoftheater-Laden, Steinweg 10,
Tel. 0851/9346139
Kontakt und weiter Informationen:
http://www.philos60.de/Koenigliches_Hoftheater_Lumumba.htm
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